„Krautfunding“ der Urzelnzunft

Was ist „Krautfunding“? Die Frage lässt sich leicht beantworten: es ist „Urzelkraut to go“. Das hat sich der Zunftmeister der Geretsrieder Urzeln, Peter Wagner, ausgedacht. Denn leider konnte auch dieses Jahr das traditionelle Urzelkraut durch die Corona-Einschränkungen nicht, wie gewohnt, am Faschingssamstag stattfinden.


Das Kraut wurde allerdings im letzten Herbst in die Fässer gelagert, denn geplant war wieder einen großen Urzelball in den Ratsstuben zu veranstalten. Nun warteten die Krautköpfe auf ihre Verarbeitung zu schmackhaftem Krautwickel. Und da es ja in diesem Winter alles nur noch „to go“ gab, sollten unsere Krautknödel da auch nicht zu kurz kommen.


Die Werkstatt von Peter Wagner wurde zur Küche umgebaut und einige fleißige Urzeln nahmen, unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften, die Köpfe auseinander, kneteten das Fleisch, wickelten die Knödel und heckselten das Kraut. Es wurden 330 Knödel zubereitet, die unter der Aufsicht von Hori Wagner lang-sam mit dem Wammerl und dem Kraut im großen Topf kochen durften.


Alle Urzeln und Urzelfreunde, die sich für ihre Portion Urzelkraut angemeldet hatten, durften sich dann am Faschingssamstag zur Mittagszeit mit ihrem Auto in den Seniweg einreihen. Ihr Urzelkraut wurde in die eigenen mitgebrachten Töpfe und Schüsseln umgefüllt. Alles durch das Autofenster, keiner durfte aussteigen. So funktioniert „to go“, alles zum Mitnehmen.


Foto: Kerstin Wagner