top of page

„Et wor emol … and äs nea wä et äs“

So lautete die vielversprechende Einladung für den 7. November 2022 um 19.00 Uhr in das Isarau-Vereinshaus in Geretsried, die von den fleißigen Zehntfrauen an die Mitglieder der Kreisgruppe Bad Tölz – Wolfratshausen verteilt wurde. Die Einladung „… zem sächseschen Owend mät dem Roland Widmann“ verfehlte ihre Wirkung nicht, wie der voll besetzte Saal zeigte. Man freute sich auch auf die Ankündigung „Et spillen de Isartaler Adjuvanten“, eine Gruppe von Siebenbürger Sachsen und Egerländern, die Roland Widman mit den Worten „ohne die Egerländer geht es nicht“ vorstellte.


Herzlich willkommen waren gemäß Einladung alle, die an unserer siebenbürgisch-sächsischen Mundart interessiert sind, und natürlich auch solche, „dä sachsesch verstohn uch riede kennen“.


Die Kreisgruppenvorsitzende Uschy Meyndt begrüßte die Anwesenden und freute sich, dass durch die Kreativität unseres Kreisgruppenmitglieds Roland Widmann zum ersten Mal eine Veranstaltung dieser Art stattfinden konnte. Der stimmungsvolle Abend begann mit den Klängen der Isartaler Adjuvanten und bekannten Weisen aus dem siebenbürgisch-sächsischen Raum.


Roland Widmann verstand es, mit seinem einzigartigen Humor das Publikum von Beginn an in seinen Bann zu ziehen. Tosender Applaus und ansteckendes Lachen folgten nach jedem Gedicht. Der Mundartdichter fand aber auch nachdenkliche und ernste Worte mit seinem Aufruf, unsere Muttersprache an die Kinder und Enkel weiterzugeben, damit auch diese unseren Dialekt erlernen und pflegen können.


Er erzählte, wie er während der langen Corona-Zeit einige Gedanken aus verschiedenen Lebensbereichen in unserer Mundart in Verse fasste, und es gab kaum ein Thema, das er nicht zum Besten gab, angefangen von Corona bis hin zu den in Siebenbürgen vor Jahrzehnten sehnlichst erwarteten Paketen aus Deutschland mit all den Köstlichkeiten, die es im Kommunismus nicht gab. Der Abend versprach spannend zu werden, zumal der Vortragende auch einzelne Gäste zu Wort kommen ließ – anknüpfend an die „ReklichMäd“-Eingangsmelodie durfte Frau Eckenreiter berichten, was sie als „reklich Mäd“ seinerzeit getan hatte und wie das damals war. Frau Gross wiederum konnte aus dem Stegreif das Rezept des Kuchens „Greta Garbo“ den staunenden Zuhörern nahebringen. Laut Roland Widman muss man heute ins Kino gehen, wenn man Greta Garbo will …


Er rief uns auch in Erinnerung, wie nachhaltig die Siebenbürger Sachsen wirtschafteten: So wurde zum Beispiel alles in wiederverwendbaren Gläsern aufbewahrt, wie Marmelade, Wurst, Honig und so weiter. Vor der Pause machte er uns den Mund mit der Beschreibung der verschiedenen köstlichen Gerichte wässrig – äußerst humorvoll und natürlich in Versform. In der Pause konnte man Delikatessen probieren, die fleißige Hände, Jinni Meyndt, Sigrid Klockner, Hildegard Helwig, vorbereitet hatten, und sich kreative Gaumenfreuden munden lassen, zum Beispiel Grieß-Hanklich, Grammel-Pogatschen, Salzstangen und Muffins aus Palukes!


Über die Multiplikator-Fähigkeiten von Roland Widmann staunte das Publikum im zweiten Teil. Er hatte Nichtsiebenbürgern unseren Dialek