10 Jahre Kronenfest: Alle Jahre wieder


.. kommt das Kronenfest und dieses bereits seit 10 Jahren. Somit wurde am 6. Juli das Jubiläum auf der Böhmwiese in Geretsried gefeiert. Durch das eingespielte Team der Helfer, waren um 10 Uhr alle Vorbereitungen fertig. Die ersten Baumstritzel wurden als Bruchstücke verkostet, während die leichten Grillgerüche Appetit auf Mici und Holzfleisch machten. Mit dem gekochten Kukuruz (Mais) wurde auf die künftige Ernte hingewiesen, dazu noch der Kaffee mit dem herrlichen Kuchen, die nur noch auf ihre Liebhaber warteten. Der Getränkewagen war immer umlagert mit einer langen Schlange durstiger Kandidaten.

Schön anzusehen waren die Kinder die von ihren Eltern und Großeltern herumgetragen wurden, da wäre man am liebsten wieder Kind geworden. Mit der Hüpfburg konnten sich die Eltern auf einen ruhigen Schluck Bier freuen, die Kinder waren versorgt. Punkt 12 beginnt der Posaunenchor und leitet den Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Theo Heckel ein. Der macht einen Vergleich mit der Krone unter der wir gerade stehen und der Krone des Herrn. „Aber derjenige der heute diesen Baumstamm hinauf klettern wird, muss sich diese Krone des Lebens noch erarbeiten“.

Das Programm eröffnet der Chor unter der Leitung von Frau Renate Klemm. Leider aber fanden ihre Lieder nicht den Weg vom Mikrofon zu den Lautsprechern und gingen somit fast unter. Unsere Vorsitzende Ursula Meyndt, begrüßt alle Gäste und weist auf das 10-jährige Bestehen hin. Vorher war es das Sommerfest ohne Krone, aber die ehemalige Vorsitzende unserer Kreisgruppe, Frau Gerlinde Zurl-Theil, setze allem eine Krone auf und hob das Kronenfest aus der Taufe.

Da meinte Frau Meyndt: „Diese Böhmwiese ist für uns bereits zu einem großen Haus geworden und wir hoffen, dass sich alle darin auch wohl fühlen“.

Frau Herta Daniel, unsere Bundesvorsitzende, sagt: „Das Kronenfest heute ist für die Gemeinschaft und nicht mehr wie früher, als es das letzte große Fest vor der Erntezeit war.“ Herr Bürgermeister Michael Müller weist auf die vielen Traditionen dieser Stadt hin, in der die Siebenbürger bereits ein wichtiger Bestandteil geworden sind. Zum ersten Mal besuchte uns eine Vertretung aus unserer Nachbarschaft, der 2. Bürgermeister aus Wolfratshausen Herr Fritz Schaller. Er möchte unbedingt die Freundschaft beider Städte pflegen. „Beim nächsten Wolfratshauser Sommerfest müsst ihr unbedingt dabei sein“. Da wird sich seine Frau freuen, denn die stammt aus Hermannstadt.

Ebenso sprach unsere ehemalige Vorsitzende Gerlinde Zurl-Theil ein paar Worte. Durch das anschließende Programm führte souverän Frau Iris Maurus, die Kulturreferentin. Die Reservisten Blaskapelle war für den Nachmittag zuständig und begleitete unsere 3 Tanzgruppen. Ein neues Mitglied kann die Kindertanzgruppe begrüßen. Die fast zweijährige Tamina Gross zeigt ihre ersten Tanzschritte. Süß. Im nächsten Jahr geht es bestimmt schon ohne Mama.

Die Schülertanzgruppe, die dieses Mal einen schnellen Tanz zeigte, bittet um Verstärkung. Da kann die Jugendtanzgruppe ruhig in die Zukunft blicken. Mit der Gastgruppe aus Ingolstadt, die wunderschöne Trachten anhatten, zeigten sie einen gemeinsamen Tanz. Dann ein schönes Bild: alle Trachten in einer Reihe singen das „Siebenbürger Lied“ und in der Mitte, mit einem Spickzettel, singt auch der hiesige Bürgermeister laut mit.

Heuer erarbeitet sich der junge Sebastian Bachner die Krone des Lebens, klettert zu ihr hinauf und lässt von dort die Zuckerl regnen. 10 Jahre Kronenfest, da gibt es noch mehr Überraschungen. Somit überreicht Frau Herta Daniel an Frau Gerlinde Zurl–Theil und Peter Wagner jeweils das Goldene Ehrenwappen vom Verband der Siebenbürger Sachsen.

Gewartet wurde noch auf die jährliche Versteigerung des obersten Blumenstraußes mit seinen 200 Blumen. Dafür kroch Felix Wagner in Windeseile hinauf zur Krone, die unter der Leitung von Herrn Johann Depner mit der Jugend gebunden wurde und holte den Strauß. Fredy und Andy brachten mit ihrer Musik so manches Frauenherz zum Schunkeln und barfuß Tanzende auf die Wiese.

Zum Schluss nahm Peter Wagner das Mikrofon und sagte: „Ein Dank an alle Helferinnen und Helfer, aber ohne euch, dem Publikum sowie den Gästen, hätten wir nie so ein Fest aufbauen und feiern können. Allen recht herzlichen Dank“. Dem kann ich mich nur anschließen, zusammen mit einem Dank an alle Kuchenspenderinnen, dem Chor und dem Wettergott.


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