Besuch der Partnerstadt Chamalières


Heuer beteiligten sich zum ersten mal Tänzer der Jugend- und der Erwachsenentanzgruppe am Austausch mit unserer französischen Partnerstadt Chamalières. Wir, ca. 10 Paare der JTG und 5 Paare der ETG, trafen uns mit den anderen Reiseteilnehmern am Mittwoch, dem 29. Mai, morgens 6 Uhr am Geretsrieder Rathaus und wurden auf zwei Reisebusse verteilt. Es gab einen Bus für die Erwachsenen und einen für die Jugend. Die Fahrt dauerte einige Stunden und deswegen haben wir die Pausen sinnvoll genutzt und gemeinsam unsere Tänze geprobt. So haben wir uns die Füße vertreten. Abends um 21 Uhr waren wir endlich in Chamalières. Nachdem jeder sein Gepäck beisammen hatte, mussten wir nur noch unsere Gastfamilien finden. Dann bezogen wir alle unser Quartier und bekamen ein leckeres Abendessen und das ein oder andere Glas Wein.

Am Donnerstag Vormittag hatten wir frei und so konnten wir, entweder allein oder in Begleitung der Gasteltern, die Umgebung erkunden. An diesem Tag gab es von 10-23 Uhr eine Biermesse, bei der man Bier und regionale Spezialitäten probieren konnte. Am Nachmittag fand der erste Teil des offiziellen Programmes statt. Die Geretsrieder Radfahrer, eskortiert von ihren französischen Freunden, wurden am „Place de Geretsried“ empfangen. Für die Radfahrer und die anderen Besucher der Eröffnungsfeier gab es bayrisches Freibier. Anschließend tanzte die französische Tanzgruppe „La Bourrée des Volcans“ und dann hatten wir unseren ersten Auftritt, bei dem wir unsere Tänze vorführten. Abends gab es ein gemeinsames Jazzkonzert der Musikschulen von Geretsried und Chamalières.

Am Freitag stand für alle Geretsrieder Gäste ein Ausflug zu einer Amethyst-Mine und in das Amethyst-Museum „La maison de l‘Amethyst“ auf dem Programm. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe ist mit Geologen zu einer Amethyst-Ader gewandert. Wir hörten einiges über die Entstehung der Amethysten und unterwegs hatten wir die Möglichkeit, selber welche zu sammeln und, je nach Größe gegen entsprechende Bezahlung, auch mitzunehmen. Währenddessen durfte die andere Gruppe im Obergeschoss des Museums Halbedelsteine, genauer gesagt Fluorit, schleifen und polieren und anschließend bekam sie eine Führung durchs Museum. Mittags gab es für alle ein Picknick im Museumsgarten und danach wurden die Gruppen getauscht.

An diesem Abend fand der französisch-bayrische Abend statt. Wir waren in einem edlen Restaurant zu einem äußerst noblen und delikaten Abendessen eingeladen, zu dem wir alle dem Anlass angemessen in Dirndl und Lederhosen gegangen sind.

Der Samstag stand wieder ganz im Zeichen des kulturellen Austausches. Wir hatten zwei Auftritte. Der erste war am Vormittag auf dem Marktplatz von Chamalières, wo wir vor einem begeisterten Publikum und quasi zwischen den Marktständen tanzten. Danach sind wir gemeinsam mit den Bürgermeistern von Chamaliéres und Geretsried und dem Partnerschaftskomitee in den Park vor dem Chamalièrer Rathaus gegangen, wo ganz feierlich das Geretsrieder Gastgeschenk, ein 3 Meter hohes Maibäumchen, aufgestellt und mit der spontan gesungenen Bayernhymne begrüßt wurde. Der zweite Auftritt war am Nachmittag um 15 Uhr beim Stadtfest, bei dem auch die französische Tanzgruppe „La Bourrée des Volcans“ wieder tanzte. Auch hier wurde wieder Freibier ausgeschenkt. Am Abend gab es für alle Teilnehmer des Austausches ein gemeinsames Abendessen. Es gab „Truffade“, ein Käse-Kartoffelgericht mit Bratwurst und Semmel. Das Ambiente entsprach einem Ausflugslokal im Stil der 30-er Jahre und wer wollte, konnte entsprechend gekleidet hingehen. Abgerundet wurde der Tag bzw. der Abend von einem spektakulären Feuerwerk.

Am Sonntag Morgen fand ein zweisprachiger Gottesdienst in der Kirche „Notre Dame de Chamalières“ statt. Anschließend versammelten wir uns bei den Bussen, verabschiedeten uns von unseren Gastgebern und um halb zwölf war Abfahrt. Leider dauerte die Fahrt wieder ca. 15 Stunden und so waren wir am Montag früh erst um ca. 3 Uhr in Geretsried.

Alles in allem war es ein wunderbarer Austausch und eine tolle Erfahrung. Wir wurden von unseren Gasteltern herzlichst aufgenommen und mehr als reichlich verköstigt. Das Wetter war super schön und heiß, das Programm sehr abwechslungsreich und für einige von uns war es sicher nicht die letzte Teilnahme, ob als zukünftige Gastgeber oder als Gäste. Und die Kommunikation klappte dank der eigenen Französisch-Kenntnisse, Dolmetscher, reichlich eingesetzter Hände und Füße und dem Handy wunderbar.


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